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Karneval

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Karneval wird gern als die fĂŒnfte Jahreszeit tituliert. Das ist durchaus vertretbar, reicht die Karnevalsaison doch immerhin jedes Jahr vom 11. November bis zum Aschermittwoch. Manchmal ist es eine kurze Saison und manchmal dauert sie etwas lĂ€nger. Denn Fastnacht und Aschermittwoch richten sich nach dem Datum fĂŒr Ostern aus. Zwischen Fastnacht und Ostern liegen immer 40 Tage. Diese 40 Tage gelten als Fastenzeit, sie endet Ostersonntag. Die Grundlage fĂŒr Karneval, Fastenzeit und Ostern ist die christliche Religion.

Warum der Name Fasching?

FrĂŒher wurde nur der Name Fasching fĂŒr die nĂ€rrische Zeit benutzt. UrsprĂŒnglich war die Faschingszeit auf wenige Tage begrenzt. Damals hat die Faschingssaison erst am Dreikönigstag, dem 6. Januar begonnen. Im 19. Jahrhundert dann ist der Anfang auf den 11.11. vorverlegt worden. Vor den danach beginnenden Fastenwochen sollte das Volk sich nochmal gelöst und fröhlich austoben.

Warum der Name Karneval?

Den Namen Karneval stammt aus nordischer Tradition. Karneval leitet sich vom Lateinischen
carne val ab, was in der Übersetzung Fleisch bedeutet. Hier symbolisiert es den Abschied vom Fleisch vor der Fastenzeit. Mit dem Karneval wurde eigentlich der Winter vertrieben. NatĂŒrlich mit aufwendigen KostĂŒmen und Masken. Mit diesem Brauchtum haben sich nach und nach bis heute Karneval und Fasching vermischt und gehören zur stĂ€ndigen Tradition. Bezeichnend sind fantasievolle Verkleidungen und Maskierungen gehören zum ausgiebigen Feiern.

Hochburgen im Karneval

Die nĂ€rrische Zeit des Karneval wird unterschiedlich stark gefeiert. Im Norden ist sie nicht so prĂ€sent wie in den BundeslĂ€ndern im Westen und SĂŒden. Die bekanntesten Karnevalisten Hochburgen sind Köln, Mainz und DĂŒsseldorf. Jede Region hat seinen eigenen Karnevalsruf. In Köln ruft man Alaaf und in Mainz zum Beispiel Helau. Auf Karnevalssitzungen werden mit Humor alle denkbaren Themen kritisch zur Sprache gebracht. Alles wird aufgelockert mit alten und neuen Karnevalsschlagern. Die Narren sind los, das ist nicht zu ĂŒbersehen.

Alkohol und Karneval

Schnapsglas bedruckt zu Karneval
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Auf Straßen und in Lokalen wird gefeiert, was das Zeug hĂ€lt. Alkohol wird zum Beispiel oft in bedruckten GlĂ€sern eingeschenkt. Bedruckte GlĂ€ser sind einerseits eine hervorragende WerbeflĂ€che. Andererseits können sie vom gewerblichen Ausschank mit Inhalt und nur gegen Pfand weggegeben werden. Durch den Aufdruck ist schnell erkennbar welches Glas zu welchem Ausschank gehört. Sicherlich werden dadurch auch Bruch und Schwund vermieden, das ist ein Plus fĂŒr die Umwelt.

Kater und Kopfweh inklusive

Die Fröhlichkeit und Feierlaune steigt oft mit dem Alkoholpegel gemeinsam an. Zum GlĂŒck enden sie kaum mal in Ausschreitungen. Der Spaß am Karneval ĂŒberwiegt. Singen, schunkeln und Bussi verteilen. Am nĂ€chsten Tag folgt oft das böse Erwachen. Kopfschmerzen und Übelkeit bilden die Nachhut vom Karneval. Tabletten, saurer Hering und Kaffee sollen dagegen helfen. Das muss durchgestanden werden, bis zur nĂ€chsten Saison ist alles wieder vergessen.

Karnevalsumzug

UmzĂŒge mit prĂ€chtig geschmĂŒckten Wagen finden in der Regel zum Ende der Saison statt. Engagierte Karnevalsvereine setzen tolle Ideen auf ihren Festwagen um und sind Wochen vorher schon mit deren Bau beschĂ€ftigt. Politik und Gesellschaft bekommen ihr Fett weg. Hart und nicht immer fair werden Themen des Jahres dargestellt. Der bekannteste Umzug ist der Rosenmontagszug in Köln. Er ist ĂŒber sieben Kilometer lang und zahlreiche Musikkapellen aus nah und fern reihen sich mit ein.

Millionen Narren begleiten ihn als Zuschauer und Tausende Fans feiern mit. Tonnenweise werden von den Festwagen SĂŒĂŸigkeiten aller Art in die Menge geworfen. Auch Blumen und ganze Pralinenschachteln sind dabei.

Karneval in den Medien

Einige Sender schlachten dieses Thema aus. Im Fernsehen bekommen Rosenmontagszug und Weiberfastnacht viel Sendezeit. Der Rosenmontagszug von Köln zum Beispiel dauert mehrere Stunden und wird immer voll im TV gezeigt. Über zehntausend Teilnehmer ziehen ĂŒber sieben Kilometer durch die Straßen. Über 100 Kapellen sind live dabei und unterstĂŒtzen die Feierlaune. Mehrere traditionelle Karnevalssitzungen werden im Fernsehen live ĂŒbertragen. Zu den beliebtesten Sitzungen gehören “ Mainz wie es singt und lacht“ und „Fastnacht in Franken“. Beide haben im TV eine hohe Einschaltquote.

 

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